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04.07.2025

Keine Tierseuchen aus dem Urlaub mitbringen - Heimische Tiere durch Biosicherheit schützen

[Einleitung]

Gemeinsame Pressemitteilung des Landvolks Wesermünde und des Landkreises Cuxhaven

Wie ein weggeworfenes Wurstbrot oder eine Wanderung zur Gefahr für Tiere werden können

Ferienzeit ist Reisezeit - viele genießen im Urlaub die Natur in anderen Regionen Deutschlands oder in anderen Ländern. Da in diesem Jahr in Brandenburg und anderen Ländern Fälle von Maul- und Klauenseuche bekannt wurden, ist es besonders wichtig, auf bestimmte Biosicherheitsmaßnahmen zu achten. Das gilt für landwirtschaftliche und tierhaltende Betriebe genauso wie für Privatpersonen, zum Beispiel beim Wandern oder dem Besuch von Zoos, Streichelzoos oder landwirtschaftlichen Betrieben. Das Landvolk Wesermünde und der Bereich Veterinärwesen des Landkreises Cuxhaven erklären die Hintergründe und geben wichtige Tipps.

Kleidung und Schuhe als Überträger von Tierseuchen

Unbedachtes Verhalten im Urlaub und nach der Rückkehr kann schlimme Folgen für die heimischen Tiere haben. Tierseuchen gibt es überall auf der Welt und sie können in kürzester Zeit an andere Orte verschleppt werden. Derzeit sind besonders die Afrikanische Schweinepest (ASP), die Maul- und Klauenseuche (MKS) und die Vogelgrippe eine Gefahr. Von diesen Tierseuchen können Tiere wie Vögel, Wild- und Hausschweine, Rinder, Schafe, Ziegen und andere Paarhufer wie Rehe betroffen sein. Eine Gefahr für Menschen besteht bei den genannten Tierseuchen zwar nicht, aber der Mensch spielt neben den natürlichen Übertragungswegen von Tier zu Tier eine große Rolle bei der Verbreitung. So können zum Beispiel Krankheitserreger über Schuhe oder Kleidung übertragen werden. Für eine Übertragung reicht es, wenn dreckige Wanderschuhe oder ungewaschene Kleidungsstücke aus dem Urlaub zuhause wieder getragen werden. Darum sollten nach einem Urlaub die Kleidung gewaschen und die Wanderschuhe gereinigt und desinfiziert werden.

Lebensmittel aus dem In- und Ausland

Eine weitere Gefahr sind mitgebrachte Lebensmittel und Souvenirs. Schon ein aus dem Urlaub mitgebrachtes Wurst- oder Käsebrot kann ein Infektionsrisiko für heimische Tiere sein. Das betrifft auch Lebensmittel aus hiesigen Lebensmittelmärkten. Darum sollten beim Picknicken, bei Aktivitäten draußen und beim Zwischenstopp an Raststätten keine Lebensmittel weggeworfen werden. Denn Wildtiere gelangen auch an die Inhalte von Müllbehältern an Wanderwegen und auf Raststätten.
Insbesondere aus Ländern oder Gebieten, in denen eine Tierseuche ausgebrochen ist, sollten keine Milch- und Fleischprodukte oder andere tierische Produkte mitgenommen werden; sie können ein großes Risiko bedeuten.

Das richtige Verhalten bei direktem Tierkontakt

Der direkte Kontakt zu Tieren kann ebenfalls Tierseuchen verbreiten. In jedem Fall sollte die Besitzerin oder der Besitzer gefragt werden, bevor ein Stall betreten wird oder Tiere gestreichelt oder gefüttert werden.
Neben diesen Hinweisen sind zudem immer die örtlichen Hinweise zu beachten, auch bei Reisen innerhalb Deutschlands.

Auch Urlaubsreisende tragen eine Verantwortung, heimische Tiere zu schützen. Dafür sind die genannten Biosicherheitsmaßnahmen ein entscheidender Beitrag. Diese einfach einzuhaltenden Regeln sind hier zusammengefasst:

  • Von Reisen keine Lebensmittel tierischer Herkunft mitbringen
  • Keine Lebensmittel unterwegs wegwerfen
  • Auf Urlaubssouvenirs wie Tiertrophäen und Felle verzichten
  • Nach dem Urlaub die Kleidung waschen und die Wanderschuhe reinigen und desinfizieren
  • Keine Ställe ungefragt betreten und keine Tiere ungefragt streicheln oder füttern
  • Bei Reisen mit dem Auto anschließend das Auto waschen
  • Nach der Rückkehr aus dem Urlaub für mindestens 48 Stunden möglichst keine Tierhaltungen wie landwirtschaftliche Betriebe oder Zoos betreten.
Autor/in: Presse- und InformationsDienst des Landkreises Cuxhaven