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Pilotprojekt in der Zulassungsstelle beendet - Auswertung fließt in Entscheidung über kommende Ausrichtung ein

Sieben Wochen lang konnten die Kundinnen und Kunden ihre Fahrzeuge in der Zulassungsstelle auch ohne Termin zulassen. Jeweils mittwochs vormittags war dafür ein Abgabeschalter geöffnet. Der Erfolg dieses zeitlich begrenzten Pilotprojektes, das am vergangenen Mittwoch beendet wurde, wird nun evaluiert, um daraus Erkenntnisse für die zukünftigen Angebote in der Zulassungsstelle zu ziehen.

Die Leiterin der Zulassungsstelle, Nicole Krüger, kann bereits feststellen, dass das Angebot nach zögerlichem Start gut angenommen wurde. Während in der ersten Woche am 14. Juli lediglich 24 Personen davon Gebrauch gemacht haben, wurden am 28. Juli bereits 56 Vorgänge bearbeitet. „Spitzentag war der 11. August“, berichtet Krüger, „An diesem Tag haben wir mit 74 Vorgängen unsere Kapazitätsgrenzen ausgereizt. Einige noch wartende Kundinnen und Kunden mussten leider unverrichteter Dinge nach Hause gehen.“ Dass dies zu Unmut geführt habe, könne sie nachvollziehen. „Wir werden auch diese Erfahrung in unsere Auswertung einbeziehen“, verspricht sie.

Insgesamt seien die Kundinnen und Kunden aber sehr zufrieden mit dem Angebot. „Dazu haben sie selbst beigetragen“, betont die Teamleiterin. „Die allermeisten hatten ihre Unterlagen sehr gut vorbereitet dabei, so dass eine reibungslose Bearbeitung möglich war.“ Insgesamt hätten so an einem Tag deutlich mehr Vorgänge bearbeitet werden können, als an Tagen mit vereinbarten Terminen.

Trotz des Erfolges steht noch nicht fest, ob dieses Angebot dauerhaft in die Angebote der Zulassungsstelle Eingang finden wird. Kreisrat Michael Take betont, dass dafür vor allem die räumlichen Voraussetzungen noch zu klären sind. „Auf dem Parkplatz vor der Zulassungsstelle haben sich an diesen Tagen zeitweise lange Schlangen gebildet. Insbesondere bei schlechter Witterung in den Herbst- und Wintermonaten ist das für die Wartenden nicht zumutbar. Einen überdachten Wartebereich haben wir aber nicht.“ Ein Ausweichen auf den Wartebereich im Innenraum ist, zumindest so lange die mit der Pandemie verbundenen Einschränkungen andauern, nicht möglich.

„Das Projekt zeigt“, so Take, „dass einige Kunden nach wie vor lieber spontan und mit Wartezeit zu uns kommen.“ Umfrageergebnisse in der Zulassungsstelle haben auf der anderen Seite ergeben, dass dies längst nicht bei allen der Fall ist. All diese Aspekte werden bei der zukünftigen Ausrichtung der Zulassungsmöglichkeiten einfließen.

Eine wichtige Erkenntnis aus dem Projekt ist, dass durch die gute Vorbereitung der Kunden die Bearbeitung entsprechend schneller möglich ist. Krüger empfiehlt dies auch jedem, der mit Termin in die Zulassungsstelle kommt. „ Wichtig ist auch, dass Termine immer zeitnah storniert werden“, sagt sie. „Die hohe Ausfallrate von mitunter 20 Terminen am Tag ist ein Grund für teilweise lange Wartezeiten auf Termine“, so die Teamleiterin.

Autor: Presse- und InformationsDienst des Landkreises Cuxhaven