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Ausbildungsförderung Bewilligung für Schülerinnen und Schüler
[Nr.99022001017002 ]

Ausbildungsförderung / BAföG

Ausbildungsförderung / BAföG

Eine gute Ausbildung ist die Basis für beruflichen Erfolg. Jede Ausbildung bringt aber auch finanzielle Belastungen mit sich. Ziel des BAföG ist es, jedem jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, unabhängig von seiner sozialen und wirtschaftlichen Situation eine Ausbildung zu absolvieren, die seinen Fähigkeiten und Interessen entspricht. Eine qualifizierte Ausbildung soll nicht an fehlenden finanziellen Mitteln des Auszubildenden, seiner Eltern oder seines Ehegatten scheitern.

Ob die angestrebte Ausbildung nach dem BAföG gefördert werden kann, ist im Wesentlichen davon abhängig, ob

  • die Ausbildung förderungsfähig ist,
  • die persönlichen Voraussetzungen erfüllt werden und
  • der Bedarf während der Ausbildung durch eigenes Einkommen und/oder Vermögen der/des Auszubildenden sowie durch das Einkommen von Ehegatten und Eltern gedeckt werden kann.

Gefördert werden folgende Ausbildungen:

  1. Weiterführende allgemeinbildende Schulen (z.B. Gymnasien) sowie Berufsfachschulen einschließlich aller Formen der beruflichen Grundbildung ab Klasse 10,
  2. Fach- und Fachoberschulklassen ab Jahrgangsstufe 11,
  3. Berufsfachschulklassen und Fachschulklassen, deren Besuch in einem zumindest 2-jährigen Bildungsgang einen berufsqualifizierenden Abschluss vermittelt,
  4. Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt,
  5. Abendhauptschulen, Berufsaufbauschulen, Abendrealschulen,
  6. Abendgymnasien und Kollegs,
  7. Höhere Fachschulen und Akademien,
  8. Hochschulen.


Schülerinnen bzw. Schüler in den Schulformen 1 -2 werden gemäß § 2 Abs. 1a BAföG nur gefördert, wenn sie nicht mehr bei den Eltern wohnen und

  1. von der Wohnung der Eltern aus eine entsprechende zumutbare Ausbildungsstätte nicht erreichbar ist,
  2. einen eigenen Haushalt führen und verheiratet sind oder waren,
  3. einen eigenen Haushalt führen und mit mindestens einem Kind zusammenleben.


Antragstellung:

(Neuerungen ab 01.07.2021 - siehe unten1)

Ausbildungsförderungsleistungen erhalten Sie nur auf Antrag. Wo BAföG-Leistungen beantragt werden können, richtet sich nach der Schulform:

  • Für die Ausbildungsformen Nr. 1 bis 5 sind, soweit die Eltern ihren Wohnsitz im Landkreis Cuxhaven haben, die Anträge an den hiesigen Landkreis zu richten.
  • Für die Ausbildungsformen Nr. 6 und 7 sind die Anträge an die BAföG-Ämter am Ort der Ausbildungsstätte zu richten.
  • Für die Ausbildungsform Nr. 8 sind die Anträge an die Studentenwerke bei den Ausbildungsstätten zu richten.
  • In bestimmten Fällen, z. B. wenn die Eltern ihren Hauptwohnsitz nicht im selben Landkreis bzw. derselben kreisfreien Stadt, wie die Auszubildende/der Auszubildende haben, ist auch im letzteren Fall der Landkreis bzw. die kreisfreie Stadt zuständig, in dem die/der Auszubildende ihren/seinen ständigen Wohnsitz hat.

Die formgerechten Anträge erhalten Sie beim Amt Soziale Leistungen des Landkreises Cuxhaven (siehe nachstehend aufgeführte Ansprechpartner) oder unter https://bafög.de .

Ab dem 26.07.2021 können neue Online-Anträge über BAföG Digital gestellt werden: https://www.bafoeg-digital.de/

Unter www.bafög.de erhalten Sie weitere ausführliche Informationen zum BAföG.

Wichtiger Hinweis:

Ausbildungsförderung wird vom Beginn des Monats an geleistet, in dem die Ausbildung aufgenommen wird, frühestens jedoch vom Beginn des Antragsmonats an.
Sofern Sie zum Schul- oder Ausbildungsbeginn Ihre Antragsunterlagen noch nicht komplett zusammengestellt haben, sollten Sie zur Fristwahrung Ihren Antrag trotzdem rechtzeitig an das Amt Soziale Leistungen schicken oder dort abgeben. Sie können den Antrag auch vorab faxen, um keine Fristen zu versäumen. Selbstverständlich sind anschließend die vollständig ausgefüllten Formblätter und Nachweise nachzureichen.

Haben Sie weitere Fragen? 

Die Ansprechpartner/innen beantworten sie gerne.

Telefon: 04721 66-2297
Fax: 04721 66-270516
E-Mail: a.ottowitz(at)landkreis-cuxhaven.de
E-Mail: Andrea.Ottowitz(at)bafoeg-niedersachsen.de
Raum: 178
Nachricht schreiben
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Telefon: 04721 66-2567
Fax: 04721 66-270933
E-Mail: co.vonbargen(at)landkreis-cuxhaven.de
E-Mail: co.vonbargen(at)bafoeg-niedersachsen.de
Raum: 178
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Leistungsbeschreibung

Schülerinnen und Schüler, die einen entsprechenden Bedarf nachweisen können, erhalten ab Beginn der Ausbildung, jedoch nicht für Zeiten vor Antragstellung, eine Förderung, die als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt wird.

Förderungsfähig sind Ausbildungen an allgemein- und berufsbildenden Schulen (ab Klasse 10) und Kollegs.
Die Förderung für den Besuch von weiterführenden allgemeinbildenden und noch einigen anderen Schulen setzt dabei voraus, dass die/der Auszubildende nicht bei den Eltern wohnt und die auswärtige Unterbringung auch erforderlich ist, insbesondere da die besuchte (oder eine andere vergleichbare) Schule von der Wohnung der Eltern aus nicht erreichbar ist.

Die Höhe der Förderung hängt im Falle der Bedürftigkeit vom Einkommen und Vermögen der Schülerin/des Schülers und - da die Förderung grundsätzlich familienabhängig erfolgt - vom Einkommen der Eltern und der Ehegattin/des Ehegatten oder der eingetragenen Lebenspartnerin/des eingetragenen Lebenspartners ab. Soweit im Gesetz festgelegte Freibeträge überstiegen werden, wird dies auf den jeweiligen Bedarfssatz angerechnet und verringert den Förderungsbetrag entsprechend.

Ausbildungsförderung wird für den Lebensunterhalt und die Ausbildung geleistet (der sog. Bedarf). Als monatlicher Bedarf sind im BAföG Pauschalbeträge vorgesehen, deren Höhe abhängig ist von der Art der Ausbildungsstätte und der Unterbringung (bei den Eltern oder auswärts wohnend). Für Auszubildende mit Kindern unter 14 Jahren wird ggf. ein Kinderbetreuungszuschlag gewährt.

Eine exakte Aussage darüber, ob eine Förderung nach dem BAföG zu erwarten ist und ggf. wie viel, kann nur nach einer sorgfältigen Prüfung aller individuellen Voraussetzungen durch die zuständige Stelle erfolgen.

Voraussetzungen

  • deutscher Staatsbürger
  • ausländischer Staatsbürger je nach Aufenthaltsstatus
  • Höchstalter 45 Jahre. Ausnahmen von dieser Altersgrenze gelten jedoch z. B. für Auszubildende des zweiten Bildungswegs und für Auszubildende mit Kindern unter 14 Jahren.
  • Ihre Leistungen als Auszubildender lassen erwarten, dass Sie das Ausbildungsziel erreichen werden. Eine besondere Eignung oder Begabung für die gewählte Ausbildung wird dabei aber nicht gefordert. Er reicht der Leistungsstand, den die jeweiligen Ausbildungsordnungen für ausreichend halten.
  • Nachweis eines Förderungsbedarfes für den Lebensunterhalt und die Ausbildung

Verfahrensablauf

Der Antrag kann von der Schülerin/dem Schüler mit Vollendung des 15. Lebensjahres selbst oder von den gesetzlichen Vertretern gestellt werden.

Sie erhalten einen schriftlichen Bescheid über die Entscheidung. Bei einem positiven Bescheid werden die Zahlungen monatlich im Voraus auf das angegebene Konto überwiesen.

Über Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) wird in der Regel für ein Schuljahr entschieden. Danach müssen Sie einen neuen Antrag stellen. Den genauen Bewilligungszeitraum für Ihre Förderung entnehmen Sie dem Bescheid.

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt beim Landkreis und der kreisfreien Stadt.

  • Auszubildende an Abendgymnasien und Kollegs: Amt für Ausbildungsförderung der Stadt- bzw. Kreisverwaltung, in dessen Bezirk sich die Ausbildungsstätte befindet
  • Auszubildende von Fachschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt: Amt für Ausbildungsförderung der Stadt bzw. Kreisverwaltung, in dessen Bezirk der Auszubildende seinen ständigen Wohnsitz hat
  • alle anderen Schülerinnen und Schüler: Amt für Ausbildungsförderung der Stadt- bzw. Kreisverwaltung am Wohnort der Eltern

In bestimmten Fällen, z. B. wenn die Eltern ihren Hauptwohnsitz nicht im selben Landkreis bzw. derselben kreisfreien Stadt wie die Auszubildende/der Auszubildende haben, ist auch im letzteren Fall der Landkreis bzw. die kreisfreie Stadt zuständig, in dem die/der Auszubildende ihren/seinen ständigen Wohnsitz hat.

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Einkommensnachweise (für den Auszubildenden für den Bewilligungszeitraum, für die Eltern insb. Steuerbescheid vom vorletzten Kalenderjahr)
  • außerdem diverse jeweils notwendige weitere Unterlagen

Welche Gebühren fallen an?

Es fallen keine Gebühren an.

Welche Fristen muss ich beachten?

Die Ausbildungsförderung wird frühestens von Beginn des Monats geleistet, in dem die Ausbildung aufgenommen wird, aber nicht rückwirkend, sondern erst, wenn auch ein Antrag gestellt wurde.
Es kann zunächst auch ein formloser Antrag gestellt werden, damit die Frist gewahrt wird. Die amtlichen Formblätter und weitere Unterlagen können dann nachgereicht werden.

Was sollte ich noch wissen?

Schülerinnen und Schüler mit Ausbildungsvertrag für eine betriebliche Ausbildung haben keinen Anspruch auf BAföG-Leistungen (auch nicht für den begleitenden Berufsschulunterricht). Sie können einen Antrag auf Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beim zuständigen Arbeitsamt stellen.

Weitere umfassende Informationen zum BAföG hält das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auf seinen Internetseiten bereit, insbesondere zu den Förderungsvoraussetzungen, den im Rahmen der Antragstellung auszufüllenden Formblättern und den zuständigen Ämtern für Ausbildungsförderung.

Für Fragen steht auch eine kostenfreie Hotline zur Verfügung, die das BMBF gemeinsam mit dem deutschen Studentenwerk eingerichtet hat. Die BAföG-Hotline ist unter der Nummer 0800-223 63 41 montags bis freitags von 8 – 20 Uhr zu erreichen.

Rechtsgrundlage

Fachlich freigegeben durch

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Anträge / Formulare

Der Antrag muss bei der zuständigen Stelle schriftlich gestellt werden. Dies kann - wie oben bereits ausgeführt - auch erst einmal formlos erfolgen. Für die zur Feststellung des Anspruchs erforderlichen Angaben müssen aber bundeseinheitliche Formblätter verwendet werden.

Die Formblätter werden von den Ämtern für Ausbildungsförderung bereit gehalten und liegen auch auf den Internetseiten des BMBF ausdruckbar vor.

Der Antrag kann auch elektronisch gestellt werden.Wer eine DE-Mail-Adresse hat, kann den BAföG-Antrag direkt an das zuständige Amt für Ausbildungsförderung schicken. Mit der elektronischen Signatur per DE-Mail ist der BAföG-Antrag elektronisch unterschrieben. Einer handschriftlichen Unterschrift bedarf es dann nicht mehr.

Aber auch all jene, die die DE-Mail-Technologie nicht nutzen, können von dem Online-Portal profitieren: Wenn der Antrag ausgefüllt ist, kann er einfach im PDF-Format abgespeichert, ausgedruckt, handschriftlich unterschrieben und eingescannt per normaler E-Mail an das BAföG-Amt gesendet werden. Die Papiere können natürlich auch auf dem Postweg oder per Fax verschickt werden. Auch hier gilt, dass der Antrag nur dann vollständig gestellt ist und abschließend beschieden werden kann, wenn alle notwendigen Nachweise beigefügt sind.

Rechtsbehelf

Klage, ohne vorhergehendes Widerspruchsverfahren.

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