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Gemeinsam an einem Strang ziehen

Quelle: © S. Hofschlaeger / PIXELIO www.pixelio.de 
 

Arbeitskreis Sexueller Missbrauch

Der Arbeitskreis “Sexueller Missbrauch“ ist ein Zusammenschluss mehrerer Institutionen und befasst sich - seit mehr als 20 Jahren – mit der Verbesserung von Hilfsangeboten und Interventionsmöglichkeiten bei sexuellem Missbrauch oder bei Verdacht auf sexuelle Gewalt.
Der Arbeitskreis wurde 1991 vom Landkreis Cuxhaven ins Leben gerufen. Seitdem hat die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern des Landkreises Cuxhaven die Federführung übernommen.
Der Arbeitskreis tagt drei- bis viermal im Jahr.

Derzeit arbeitet der Arbeitskreis intensiv im Rahmen der Kampagne „KEIN RAUM FÜR MISSBRAUCH“ daran, die Notwendigkeit von Schutzkonzepten Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Institutionen und Vereinen im Landkreis Cuxhaven zu vermitteln.

(Die Kampagne "KEIN RAUM FÜR MISSRAUCH" des unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs will dazu ermutigen, in Einrichtungen nachzufragen, ob es dort bereits Schutzkonzepte gibt bzw. ihre Einführung unterstützen. Hierzu gehören präventive Maßnahmen, wie beispielsweise ein Verhaltenskodex oder Fortbildungen für Fachkräfte, die Erarbeitung eines sexualpädagogischen Konzeptes, aber auch die Einführung von klaren Regeln zum Vorgehen im Verdachtsfall.)

Was ist sexueller Missbrauch?

Sexueller Missbrauch ist, wenn eine Person ihre Machtposition oder die Unwissenheit, das Vertrauen oder die Abhängigkeit eines Mädchens oder eines Jungens zur Befriedigung der eigenen sexuellen Bedürfnisse benutzt, z. B.

  • ein Kind zur eigenen sexuellen Erregung anfasst oder sich berühren lässt;
  • ein Kind zwingt oder überredet, sie nackt zu betrachten oder sexuellen Aktivitäten zuzusehen 
  • Kinder für pornographische Zwecke benutzt oder ihnen Pornographie vorführt;
  • den Intimbereich eines Mädchens oder Jungen berührt oder sie zu Geschlechtsverkehr zwingt oder überredet - also vergewaltigt.

Wenn Erwachsene an sexuellen Missbrauch denken, verstehen die Meisten darunter einen gewalttätigen Angriff durch Fremde oder flüchtige Bekannte. Dieser Eindruck ist jedoch trügerisch!

In 90 v. H. aller Fälle sexuellen Missbrauchs ist die missbrauchende Person ein Mensch, der dem Kind bekannt ist, dem das Kind vertraut. Oft ist es sogar jemand, den das Mädchen oder der Junge liebt.

Sexueller Missbrauch kommt in allen Altersstufen vor.

Sexueller Missbrauch ist eine schmerzhafte Erfahrung für das Opfer und hinterlässt Spuren.

AusrufezeichenEs ist nicht die Schuld des Kindes oder Jugendlichen, wenn es missbraucht wird.
Die Verantwortung liegt immer bei der missbrauchenden Person!

Was kann ich tun, wenn ich von sexuellem Missbrauch erfahre?

  1. Glauben Sie dem Kind.
    Die Erfahrung zeigt, dass sich Mädchen und Jungen sexuelle Übergriffe normalerweise nicht ausdenken, sie erzählen die Wahrheit.
  2. Bleiben Sie ruhig.
    Panik oder Bestürzung würde das Kind nur belasten und evtl. wieder zum Schweigen bringen.
  3. Suchen Sie Informationen und Hilfe für sich und das betroffene Mädchen oder den Jungen.
    Die Beratungsstellen können dabei zur Klärung beitragen, die Eltern und andere Bezugspersonen beraten, das betroffene Mädchen oder den betroffenen Jungen unterstützen und den erforderlichen Schutz einleiten.

Ziele und Themen des Arbeitskreises

Vernetzung und Erfahrungsaustausch:
Die Kooperation im AK der verschiedenen Institutionen ermöglicht eine gute Vernetzung und einen intensiven Erfahrungsaustausch, auch ist der Austausch über Verfahrensabläufe der verschiedenen Institutionen (Jugendamt, Polizei, Gericht, Schule, Beratungsstellen, etc.) wichtig, um das Handeln bei Verdacht auf sexuellem Missbrauch besser aufeinander abzustimmen und somit die Hilfe für die Betroffenen zu optimieren.

Information für Fachkräfte:
Das Bereitstellen von Informationen zum Thema Prävention und Handeln bei Verdacht auf sexueller Gewalt für Fachkräfte (ErzieherInnen, LehrerInnen, PägagogenInnen, ÄrzteInnen....) im Landkreis Cuxhaven ist wichtige Aufgabe des Arbeitskreises. Fachkräfte haben z.B. die Möglichkeit über den Arbeitskreis Ansprechpartner für Prävention und Intervention zu erhalten.

Information für Betroffene und Angehörige:
Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die von sexueller Gewalt betroffen sind ist es wichtig schnell den richtigen Ansprechpartner zu finden. Im Verdachtsfall oder im konkreten Fall stellen sich viele Fragen, wie zum Beispiel, an wen kann ich mich wenden? Was muss ich beachten? Muss ich eine Strafanzeige stellen? Wo bekomme ich die richtige Hilfe für mein Kind? Wie soll ich mich meinem Kind gegenüber verhalten? Durch die Vernetzung aller mit dem Thema sexueller Gewalt befassten Akteure im Landkreis Cuxhaven ist es dem Arbeitskreis möglich an die jeweils richtigen Stellen zu vermitteln.

Prävention sexueller Gewalt:
Durch kontinuierliche Prävention kann viel gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendliche beigetragen werden. Der Austausch über und ggf. das Schaffen von Präventionsangebote, wie zum Beispiel spezielle Fortbildungen für Fachkräfte, Präventionsprojekten für Kinder und Jugendliche, und Elterninformationsveran-staltungen trägt zur Prävention von sexueller Gewalt bei.

Planung von Fachtagen und Fortbildungen zum Thema:
Der Arbeitskreis hat sich zur Aufgabe gemacht, in regelmäßigen Abständen Fachtage und Fortbildungen zum Thema sexueller Gewalt im Landkreis Cuxhaven anzubieten. Hierdurch haben die Fachkräfte und Institutionen die Möglichkeit, sich mit aktuellen Erkenntnissen und Handlungsempfehlungen zum Thema sexuelle Gewalt auseinanderzusetzen. Am 18.11.2011 wurde ein Fachtag zum Thema »sexuelle Gewalt in Institutionen« veranstaltet.

Handreichungen/Empfehlungen:
In der Vergangenheit hat der Arbeitskreis sexueller Missbrauch bereits Hand-reichungen und Empfehlungen erstellt. Diese werden derzeit überarbeitet.

Sensibilisierung der Öffentlichkeit:
Seit den 80iger Jahren ist das Thema sexueller Missbrauch zunehmend von der Öffentlichkeit wahrgenommen und endtabuisiert worden. Bei einer Dunkelziffer von 1:12 bis 1:15 auf einen zur Anzeige gebrachten Fall sexueller Gewalt ist es dennoch wichtig die Öffentlichkeit weiterhin für dieses Thema zu sensibilisieren.

Informationen erhalten Sie direkt bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Arbeitskreises oder aber zentral bei der
Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern des Landkreises Cuxhaven unter der E-Mail-Adresse: info(at)beratungsstelle.de

Teilnehmer des Arbeitskreises Sexueller Missbrauch

Im folgendem finden Sie die teilnehmenden Institutionen, die sich kurz vorstellen.
Nähere Informationen zu deren Beratungs- und Hilfsangeboten finden Sie auf der angegebenen Internetseite der Institution.

  • Beratungsstellen für Kinder, Jugendliche und Eltern des Landkreises Cuxhaven in Bremerhaven, Otterndorf und Cuxhaven 

    Sie können sich an die Beratungsstelle wenden, wenn Sie

    • als Eltern oder Familien Rat, Hilfe und Informationen suchen,
    • Jugendlicher oder junger Erwachsener sind, der Fragen oder Sorgen hat,
    • als Fachkraft allgemeine Beratung oder uns als insoweit erfahrene Fachkraft für Ihre Einrichtung in Anspruch nehmen wollen.
    • Die Beratung ist für alle Ratsuchenden kostenfrei und kann auch anonym erfolgen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier

  • Deutscher Kinderschutzbund Stadt und Landkreis Cuxhaven e.V.
    Wir bieten Beratung für betroffene Kinder und Jugendliche sowie für Erwachsene, die in Sorge um Kinder/Jugendliche sind kostenfrei, anonym und schweigepflichtig in der Stadt und im Landkreis Cuxhaven an.
    Mail: www.kinderschutzbund-cuxhaven.de

  • Fachberatung für Kindertagesstätten des Landkreises Cuxhaven
    Die Fachberatung bietet im Rahmen des Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrages im Elementarbereich Beratung und Unterstützung für pädagogische Mitarbeiter aus Kindertagesstätten, für Trägervertreter und Eltern an. Ansprechpartner bei Suche von Eltern nach einer passenden Einrichtung für ihr Kind.
    Mail: fachberatung.kita(at)landkreis-cuxhaven.de

  • Frauen- und Mädchenberatung des Paritätischen
    Die Beratungsstelle bietet: 

    • Kostenfreie und vertrauliche Beratung für Frauen und Mädchen in Problem– und Notsituationen (auch bei Trennung und Scheidung)
    • Begleitung und weitere Unterstützung bei körperlicher, psychischer und sexueller Gewalt

E-Mail: anne.henze(at)paritaetischer.de

  • Allgemeiner Sozialer Dienst des Jugendamtes des Landkreis Cuxhaven
    Der Allgemeine Soziale Dienst im Landkreis Cuxhaven hat umfangreiche Aufgaben in der Jugendhilfe wahrzunehmen.
    Eine ganz wichtige Aufgabe ist es, Kinder und Jugendliche zu schützen. Wir üben eine Garantenpflicht aus und haben darauf zu achten, dass das Wohl der Kinder und Jugendlichen nicht gefährdet ist.
    Wir sind Ansprechpartner und beraten Eltern, Kinder und Jugendliche und junge Volljährige - manchmal auch Großeltern und andere Verwandte und Bekannte, wenn Probleme bestehen oder sich anbahnen, wo immer diese auch im täglichen Miteinander gelagert sein mögen.
    Weitere Informationen erhalten Sie hier

  • Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Cuxhaven 
    Die Kontaktdaten der Gleichstellungsbeauftragten finden Sie hier 
     
  • Jugendschutz des Jugendamtes Cuxhaven
    Weitere Informationen rund um das Thema Jugendschutz erhalten Sie hier 
     
  • Jugendhilfestation des Paritätischen Bederkesa 
    Die Jugendhilfestation Bederkesa-Schiffdorf bietet Beratung, Unterstützung und konkrete Betreuung rund um Fragen der Erziehung an. Die MitarbeiterInnen der Flexiblen Hilfen stehen Kindern, Jugendlichen und Eltern bei, ihre Fähigkeiten und eigene Kräfte zu entdecken und nutzbar zu machen, um eine zufriedenstellende Zukunft in allen Lebensbereichen eigenverantwortlich gestalten zu können.
    Die BezirkssozialarbeiterInnen des Landkreises Cuxhaven sind direkt vor Ort in der Jugendhilfestation Bederkesa-Schiffdorf erreichbar und arbeiten eng mit den pädagogischen MitarbeiterInnen des Paritätischen Cuxhaven zusammen.

    Kontakt:
    Jugendhilfestation Bederkesa
    Margaretenweg 2, 27624 Bad Bederkesa
    Tel.: 04745/ 7825910, E-Mail: bederkesa.jhs(at)paritaetischer.de

  • Die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen in Stade
    Qualifizierte Opferhelferinnen und Opferhelfer bieten Opfern von Straftaten eine psychosoziale Beratung und Begleitung an. Sie leisten u.a. Krisenintervention, begleiten Opferzeuginnen und –zeugen zu ihrer Zeugenaussage im Strafprozess und unterstützen bei Anträgen und Behördenkontakten. Die Stiftung Opferhilfe gewährt finanzielle Soforthilfen, unterstützt beim Ausgleich materieller und immaterieller Schäden und gewährt Finanzierungshilfen für Traumaberatungen und Therapien.
    www.opferhilfe.niedersachsen.de

  • Polizeiinspektion Cuxhaven
    Die Polizeiinspektion Cuxhaven hat ihre Zuständigkeit im Landkreis Cuxhaven. Im Landkreis Cuxhaven sind die Polizeikommissariate Hemmoor, Langen und Schiffdorf angesiedelt, in der Stadt Cuxhaven der Einsatz- und Streifendienst, der Zentrale Kriminaldienst und die Leistung. Polizeiliche Präventionsarbeit wird durch das Präventionsteam mit 6 hauptamtlichen Polizeibeamten geleistet, die ihren Sitz in den Polizeikommissariaten und in der Polizeiinspektionsleitung versehen. Die Koordination des Präventionsteams obliegt Kriminalhauptkommissar Uwe Sandrock.

Die jeweiligen Mitarbeiter sind per E-Mail oder telefonisch zentral erreichbar:
praevention(at)pi-cux.polizei.niedersachsen.de

  • Cuxhaven: 04721 - 57 30
  • Hemmoor: 04771 - 60 70
  • Langen: 04743 - 92 80
  • Schiffdorf: 04706 - 94 80

und stehen für Beratungen in allen polizeilichen Themenfelder sowie für Präventionsaktivitäten zur Verfügung.
Auf der Internetseite der Polizei unter www.polizei-beratung.de sind umfangreiche Informationen vorhanden, die sich zum Teil auch herunterladen lassen.
Die Erstattung von Strafanzeigen ist bei allen Polizeidienststellen möglich, eine vorherige Absprache mit den Präventionsbeamten ist nicht vorgesehen.

  • pro familia Cuxhaven
    Den Internetauftritt von pro Familie finden Sie unter www.profamilia.de
     
  • Schulpsychologischer Dienst der Landesschulbehörde
    Schulpsychologische Beratung der Niedersächsischen Landesschulbehörde. Grundsätzlich können sich alle Eltern, Schüler(innen) und Lehrer(innen) bei Schwie­rigkeiten, Konflikten und sich daraus ergebenden Fragen im Zusammenhang mit Schule an die schulpsychologische Beratung wenden. In vertrauensvollen Gesprächen versuchen die Schulpsychologinnen gemeinsam mit den Betroffenen zu klären und zu verstehen: Die Psychologinnen sind an die Schweigepflicht gebunden: sowohl die Kontakt­aufnahme als auch der Inhalt der Gespräche wird vertraulich behandelt.
    Die Beratung ist unentgeltlich. Telefonische Anmeldung unter Tel.: 04721 66-2553

  • Weißer Ring
    Kontaktdaten finden Sie unter www.weisser-ring.de